Arbeitgeber


Insolvenzgeldumlage 2020 beträgt weiter 0,06 %

Die Insolvenzgeldumlage beträgt zum 1.1.2020 weiter 0,06 % des rentenversicherungspflichtigen Arbeitsentgelts. Das sieht die Insolvenzgeldumlagesatzverordnung 2020 vor. 

Hintergrund: Die Insolvenzgeldumlage wird von den Arbeitgebern getragen und finanziert den Anspruch der Arbeitnehmer auf Insolvenzgeld. Die monatliche Umlage ist nach einem Prozentsatz des Arbeitsentgelts (Umlagesatz) zu erheben. Maßgebend ist das Arbeitsentgelt, nach dem die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung für die im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer und Auszubildenden bemessen werden oder im Falle einer Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung zu bemessen wären.

Quelle | Verordnung zur Festsetzung des Umlagesatzes für das Insolvenzgeld für das Kalenderjahr 2020 (Insolvenzgeldumlagesatzverordnung 2020) vom 2.10.2019, BGBl I 2019, S. 1413

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Kurzfristige Beschäftigung: Neue Verdienstgrenzen für die Pauschalbesteuerung

Die Verdienstgrenzen für die Pauschalbesteuerung bei einer kurzfristigen Beschäftigung wurden mit Wirkung zum 1.1.2020 angehoben. Hierüber hat jüngst die Minijob-Zentrale informiert. 

Kurzfristige Beschäftigungen können – alternativ zur Versteuerung über die Lohnsteuerkarte – mit einer pauschalen Lohnsteuer von 25 % (zuzüglich Soli und Kirchensteuer) besteuert werden. Die Pauschalierung ist nur zulässig, wenn

  • der kurzfristig Beschäftigte nur gelegentlich – nicht regelmäßig wiederkehrend – beschäftigt ist,
  • die Beschäftigung nicht länger als 18 zusammenhängende Arbeitstage andauert und
  • Verdienstgrenzen eingehalten werden.

Zum 1.1.2020 wurden die Verdienstgrenzen an die allgemeine Lohnentwicklung angepasst:

  • Der durchschnittliche Verdienst pro Arbeitstag beträgt maximal 120 EUR

(2019: 72 EUR).

  • Der durchschnittliche Verdienst pro Arbeitsstunde beträgt maximal 15 EUR

(2019: 12 EUR).

Quelle | Die Minijob-Zentrale vom 27.11.2019: „Kurzfristige Minijobs: Neue Verdienstgrenzen für die Pauschalbesteuerung“

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Sozialversicherung: Rechengrößen für 2020

Seit dem 1.1.2020 gelten in der Sozialversicherung neue Rechengrößen. Praxisrelevante Eckdaten sind nachfolgend aufgeführt: 

Rechengrößen 2020
jährlich monatlich
Allgemeine Beitragsbemessungsgrenzen (Rentenversicherung/Arbeitslosenversicherung) W 82.800 EUR W 6.900,00 EUR
O 77.400 EUR O 6.450,00 EUR
Knappschaftliche Beitragsbemessungsgrenzen (Rentenversicherung) W 101.400 EUR W 8.450,00 EUR
O 94.800 EUR O 7.900,00 EUR
Beitragsbemessungsgrenzen (Kranken- und Pflegeversicherung) 56.250 EUR 4.687,50 EUR
Allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze
(§ 6 Abs. 6 SGB V) 62.550 EUR
Besondere Jahresarbeitsentgeltgrenze
(§ 6 Abs. 7 SGB V) 56.250 EUR
Höchstzuschuss für PKV-Mitglieder

  • Krankenversicherung (mit Anspruch Krankengeld)
  • Krankenversicherung (ohne Anspruch Krankengeld)
  • Pflegeversicherung
  • Pflegeversicherung Sachsen

367,97 EUR
353,91 EUR
71,48 EUR
48,05 EUR
Einkommensgrenze Familienversicherung 455,00 EUR
Geringverdienergrenze (Azubis) 325,00 EUR
Geringfügigkeitsgrenze 450,00 EUR
Mindestbemessungsgrundlage in der RV für geringfügig Beschäftigte
175,00 EUR
Bezugsgröße in der Sozialversicherung* W 38.220 EUR W 3.185,00 EUR
O 36.120 EUR O 3.010,00 EUR

* Soweit die Bezugsgröße für die Kranken-/Pflegeversicherung Bedeutung hat, gilt einheitlich der Wert für die alten Bundesländer.